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Die Höllenstadt
Die Höllenstadt (Cover).jpg
Autor Greg Keyes
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 24.08.2010
Typ Einzelband
Sprachen Deutsch, Englisch
Ära/Ären 4Ä 45
The Elder Scrolls: Die Höllenstadt (engl.:An Elder Scrolls Novel: The Infernal City) ist der erste der beiden angekündigten Romane der The Elder Scrolls-Reihe. Er ist am 24.08.2010 in deutscher und am 24.11.2009 in englischer Sprache erschienen.

Die Fortsetzung wurde am 27.09.2011 unter dem Namen Der Seelenlord veröffentlicht. Die deutsche Ausgabe wurde am 16.07.2012 publiziert.

PrologBearbeiten

Der Roman beginnt auf einem khajiitischen Schiff, welches der fliegenden Stadt begegnet. Wie sich später herausstellt, war dies eine Vision, die ein Dunmer namens Ezhmaar Sul von der Daedraprinzessin Azura erhalten hat. Er nimmt diese Vision als Anlass sofort aufzubrechen.

HandlungBearbeiten

Vier Dekaden nach der Oblivion-Krise ist Tamriel erneut von einem alles verschlingenden Bösen bedroht: Umbriel, eine schwebende Stadt, wirft einen erschreckenden Schatten, wo immer er hinfällt, sterben Menschen und erheben sich wieder. Im Schatten Umbriels beginnt ein großes Abenteuer und eine Gruppe unwahrscheinlicher Helden findet sich. Attrebus Mede hat ein dunkles Geheimnis. Ein tapferer Spion auf der Spur einer unüberschaubaren Verschwörung. Ein Magier, besessen von seinem Wunsch nach Rache. Und Annaïg, ein junges Mädchen, in dessen Händen das Schicksal Tamriels liegen mag.

KapitelBearbeiten

Erster Teil: AnkunftBearbeiten

Die junge Bretonin Annaïg und der Argonier Mere-Glim verfolgen in Kleinmottien in Schwarzmarsch ein angebliches Werkrokodil. Es stellt sich heraus, dass sie in Wirklichkeit einen Ring von Skooma-Schmugglern verfolgt haben, denen sie nur knapp, dank eines Levitationstranks, entkommen können. Später hören sie Gerüchte von einer fliegenden Insel, die sich Kleinmottien nähert. Während sie den Gerüchten auf den Grund gehen wollen, wird Annaïg gegen ihren Willen auf ein Schiff nach Leyawiin gebracht. Ihr Vater möchte sie so vor der Bedrohung durch die sich nähernde fliegende Insel schützen. Mere-Glim kann sich nach dem Ablegen befreien und sie schwimmt zurück an Land. Von einem Felsen aus beobachtet sie die näherkommende Insel, die augenscheinlich eine Stadt beherbergt und erkennt, dass es besser wäre zu fliehen. Sie und Mere-Glim verwenden einen Levitationstrank und landen unbeabsichtigt auf der Insel. Von dort aus beobachten sie, wie alle Argonier, Menschen und Elfen unter der Stadt sterben und danach als Untote wiederauferstehen, sobald silberne Spinnenfäden aus der fliegenden Stadt sie erreichen. Annaïg verwendet einen kleinen Metallvogel mit dem man sich über Entfernungen mit jemanden unterhalten kann, um eine Warnung bezüglich der Stadt an den Prinzen des Kaiserreichs Attrebus Mede zu senden. Sie werden von den Bewohnern der Stadt entdeckt und fliehen. Sie finden Zuflucht bei einem Arbeiter der lokalen Müllhalde, die sich tief im Berg befindet. Von ihm erfahren sie, dass die fliegende Stadt Umbriel heißt und sich von den Seelen der unter ihr gefallenen ernährt. Gleichzeitig werden ihre Körper von Larven übernommen, um der Stadt so eine Armee zu geben. Der Arbeiter verspricht die beiden Neuankömmlinge mit Leuten aus den Küchen bekannt zu machen, die über ihm stehen. Da sie wegen ihrer Kenntnisse der Tiere und Pflanzen von Schwarzmarsch sehr begehrt sind, kommt es zu einem Kampf zwischen zwei Chefköchen und Annaïg. Sie und Mere-Glim werden gezwungen, sich der Küche von Qijne anzuschließen. Annaïg wird der Köchin Slyr zugeteilt und aufgefordert, ihr Wissen über die hiesige Alchemie niederzuschreiben. Mere-Glim wird weggebracht und bezüglich seiner körperlichen Fähigkeiten genaustens befragt.

Ein Kaiserlicher namens Colin führt nach langer Vorbereitung einen Mord aus und steigt deshalb in den Rang des Inspektors in einer unbekannten Organisation auf.

Zweiter Teil: BestimmungBearbeiten

In Qijnes Küche wird Annaïg Zeuge, wie ein Koch ermordet wird, weil es dem auftraggebenden Fürsten nicht geschmeckt hatte. Slyr wird die Nachfolgerin des toten Kochs und Annaïg ihre Assistentin. In der Nacht hat ihr Metallvogel Coo Attrebus erreicht und sie kann ihm so von der, durch die Stadt Umbriel drohenden, Gefahr berichten. Annaïg versucht heimlich einen neuen Leviationstrank zu mischen, damit sie aus Umbriel entkommen kann. Tage später haben sich Annaïg und Slyr einen guten Ruf für ihre ungewöhnlichen Rezepte erworben. Daraufhin wird ihre Küche angegriffen und alle außer ihnen beiden getötet. Sie werden von Toel gefangen genommen und müssen nun in seiner Küche arbeiten.

Prinz Attrebus nimmt nach einem Kampf die Rothwardonin Radhasa in seine persönliche Wache auf. Später berichtet er seinem Vater von der Gefahr, durch die er von Annaïg erfahren hat, doch dieser ist nicht interessiert, da Schwarzmarsch kein Teil des Kaiserreichs mehr ist. Er beschließt erst einzugreifen, wenn sich die Stadt seinen Grenzen nähert. Attrebus beschließt daraufhin, selbst aktiv zu werden und befielt seiner Garde sich in Ione zu sammeln. Von dort ziehen sie auf nach Schwarzmarsch. Unterwegs werden sie überfallen und Attrebus verliert das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kommt, stellt er fest, dass er von Radhasa verraten und entführt wurde.

In Elsweyr versucht sich der Prinz zu befreien, scheitert aber und wird schließlich vom Dunmer Ezhmaar Sul befreit. Sie finden heraus, dass sie beide auf der Suche nach Umbriel sind und tun sich vorerst zusammen. Auf dem Weg nach Krempen lauert ihnen eine Gruppe Khajiit auf. Sul kann kann sie jedoch mit einer Bezahlung auf die eigene Seite bringen und sie so als eine Art Schutztruppe anheuern. In Kremoen stellt sich die Bezahlung als Mondzucker-Schmuggel heraus. Sul möchte die Khajiit verraten, doch Attrebus kann ihn überzeugen, sein Wort zu halten. Als sie mit dem Mondzucker zurückkommen werden sie von der Wache Krempens erwartet.

Mere-Glim wird dank seiner Wasseratmugsfähigkeit als Arbeiter im Sumpf eingesetzt, einem See im Bauch von Umbriel, in dem sämtliche Bewohner geboren werden und welcher das Ingenium, den Antrieb der Stadt, enthält.

Colin wird mit der Untersuchung des Überfalls auf die Wache des Prinzen beauftragt, er gehört zu einer Organisation namens Penitus Oculatus. Auch wenn man scheinbar den Körper des Prinzen findet, vermutet er, dass dieser nur ein Doppelgänger ist. Da er damit offen seinen Vorgesetzten widerspricht, wird er von dem Fall abgezogen, woraufhin er jedoch beschließt, auf eigene Faust weiter zu ermitteln.

Dritter Teil: VerratBearbeiten

Mere-Glim gelingt es, Kontakt mit Annaïg aufzunehmen. Diese schafft es, ihren Levitationstrank fertigzustellen. Zusammen versuchen sie zu fliehen, bemerken aber, dass sie sich auflösen, wenn sie sich zu weit von der Stadt entfernen.

Attrebus kann den Hauptmann der Wache überzeugen sie laufen zu lassen, da dieser früher in der Legion seines Vaters, des Kaisers, gedient hatte und er noch immer, sofern die Umstände es zulassen, treu gegenüber der Krone ist. Daraufhin schließen sich die Khajiit seinem Zug gegen Umbriel an. Sul erklärt seine Verwicklungen mit Umbriel. Anscheinend wird Umbriel von einem anderen Dunmer namens Vuhon geführt. Beide arbeiteten vor 43 Jahren im Ministerium der Wahrheit, welches nach dem Verschwinden Vivecs, nur durch eine seelenverzehrende Maschine in der Luft gehalten werden konnte. Eines Tages versagte diese Maschine und schleuderte beide durch einen Riss ins Reich des Vergessens, während das Ministerium auf die Stadt stürzte und in Folge einen Ausbruch des Roten Berges auslöste, der gesamt Vvardenfell unbewohnbar machte. Sul konnte nach einigen Jahrzehnten Oblivion entkommen, doch Vuhon konstruierte dort anscheinend zusammen mit dem dort ebenfalls gefangenen Umbra die Stadt. Nach Suls Ansicht suchen sie Umbras Schwert, welches beim Absturz des Mondes nach Mundus geschleudert wurde. Anscheinend besitzt dieses Schwert die Macht Clavicus Vile zu besiegen, welcher die drei zuvor in seiner Oblivion-Ebene gefangen hielt. In Staade will Attrebus weitere Männer für ihren Feldzug gewinnen. Er überlebt nur mit Mühe einen Mordanschlag gegen sich und muss erkennen, dass jemand mit viel Einfluss nach seinem Leben trachtet. Daraufhin machen sich Attrebus, Sul und die acht Khajiit alleine auf den Weg. Um den Vorsprung Umbriels zu überwinden, möchte Sul eine Abkürzung durch das Reich des Vergessens nehmen, die er in seinen Jahren in diesen Ebenen entdeckt hat. Sie benutzen die Überreste eines Oblivion-Tores um in die Totenländer zu wechseln. Nach dem Wechsel durch viele Oblivion-Ebenen erreichen sie Hircines Ebene, der sie in eine Falle lockt. Zwar können sie zunächst entkommen, aber nur ein Opfer der Khajiit ermöglicht es Sul und Attrebus in die Ruinen der Stadt Vivec zu fliehen. Sie entdecken, dass sich das Schwert nicht mehr vor Ort befindet. Azura schenkt Sul daraufhin eine Vision, dass ein Dunmer mit einem Dreugh-Siegelring das Schwert besitzt. Bevor sie wieder verschwinden können, erreicht auch Umbriel die Überreste von Vivec. Sie werden von den untoten Horden gefangen genommen und zu Vuhon gebracht, welcher offenbart nun gegen die Kaiserstadt ziehen zu wollen, da er den Weißgoldturm benötigt um Umbriel endgültig vor dem Zugriff Clavicus Viles zu schützen. Durch einen Trick gelingt es Sul erneut mit Attrebus ins Reich des Vergessens zu fliehen.

Colin verfolgt eine Frau, die er an der Verschwörung gegen Attrebus beteiligt wähnt. Er belauscht eine Unterhaltung und sieht seine These bestätigt. Doch bevor er weiteres unternehmen kann, tötet ein unbekanntes Wesen alle Anwesenden. Lediglich Colin kann entkommen, weiß aber noch immer nicht, wer der eigentliche Auftraggeber der Verschwörung ist.

EndeBearbeiten

Annaïg und Mere-Glim akzeptieren, dass sie Umbriel vorerst nicht verlassen können und gehen zurück an ihre Arbeit.

Eine Fortsetzung folgt im zweiten Roman namens Der Seelenlord.

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